Berufen – was, warum, wozu: ein Zeugnis

Ich bin berufen! Was heißt das, berufen zu sein, warum geschieht das, wozu soll das dienen? Dieser Audioblogbeitrag beinhaltet die von mir wiedergegebene Gedanken zum Thema und zwar heute Abend bei der BeFree Messe (25.4.2015) im Zentrum Johannes Paul II. Heute ist der Weltgebetstag für geistliche Berufungen und die Diözese Wien hat darum gebeten, dass es im Rahmen der Predigt ein Berufungszeugnis geben sollte. Ich habe eine gute Weile im Gebet gebraucht, um diese Gedanken zusammenzubringen. Die Predigt selbst spiegelt dieses Ringen wieder. Ein reines Zeugnis wollte ich nicht geben. Ich wollte eher auf die Texte der für den Sonntag des Guten Hirten vorgegebenen Schriftlesungen eingehen. Dann fand ich aber doch einige Punkte, wo man das einbauen konnte, was Zeugnischarakter hat. Ob das gelungen ist, müssen Sie selbst beurteilen. Am Ende der Predigt ist ein kurzer Abschnitt des Liedes „Surrender“ zu hören, das während der Messe von unserem Musikteam und aller anderen Anwesenden gesungen wurde. Das Lied hat mich sehr bewegt. Denn das Leben eines gottgeweihten Menschen oder eines Priesters kann man eigentlich so zusammenfassen: ein Bemühen um radikale Antwort auf radikale Hingabe. Für mich ist es wenigstens so: Gottes Ruf ist wie ein Feuer, das im Herzen brennt. Wenn jemand fragt, warum dieses Feuer so ungemein stark auflodert und verzehrend ist und so stark nach einer Antwort ruft, dann kann ich nur sagen: weil er sich zuerst für mich hingegeben hat, weil sein „Surrender“, seine Hingabe an mich nicht irgendeine Hingabe ist, sondern die Hingabe Gottes, die ich am Kreuz betrachten kann. Wie kann das nicht ein Herz erobern? Wie kann ich nicht versuchen, mit allem was ich habe auf seine Hingabe mit Hingabe zu antworten?

Titelbild: ©Kurosch Borhanian Photography, mit Erlaubnis

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