Wage das Warten! – wagemutig glauben (3)

Warten will wohl kaum jemand. Aber was tun, wenn du im Wartezimmer Gottes sitzt und es scheint, dass er dich vergessen hat? Hier mein Vorschlag.

Wage das WARTEN!

Hier verschiedene Ressourcen zur 3. Predigt der Serie „Wagemutig glauben!“:

1. Fragebogen zur Predigtvertiefung 
2. Dann, hier das Poster A3 der Serie und den einführenden Blogbeitrag: VON HERRLICHKEIT GETROFFEN – DIE MACHT DES GLAUBENS & WAGEMUTIG GLAUBEN – DAS REZEPT FÜR WUNDER

Hier der Predigtumriss:

Einführung.

Diese Predigt hat vor allem drei Quellen. Sie sind: Bischof Robert Barron und sein Podcast zum heutigen Sonntag, der Impuls, „Dare to wait on God“ von Rick Warren aus seiner Serie „Daring Faith„, die 6. Regel von Ignatius von Loyola und die Auslegung durch P. Timothy Gallagher und die Lesungen des heutigen 4. Sonntages in der Osterzeit. Ich werde nicht immer die Quelle zitieren.

Rick Warren würde sagen, „God’s timing is always perfect.“ Gottes Zeitplan ist perfekt. Er ist immer pünktlich. Er ist nie zu spät und nie zu früh. Er kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Das besagt Glaube. Die Frage ist: besagt das auch mein Glaube? Ein wagemutiger Glaube weiß es zu warten. Heute geht es um dieses Thema. Das Warten.

+ Warst du mal in einem Wartezimmer? In einem Stau? In einer Schlange? Meine Reise von über 28 Stunden aus Montenegro zurück… Die Predigt heute gilt für alle, die im Wartezimmer Gottes sitzen. Und wenn du noch nicht drinn warst, keine Sorge,  du wirst noch die Gelegenheit dazu haben.

– JOB, keinen & finde keinen oder kann meinen nicht mehr aushalten.

– Beziehung geht nicht voran oder ich wünschte so sehr ich hätte eine…aber die kommt irgendwie nicht.

– ich wünschte Gott würde es mir einfach klar sagen, was er von mir will statt dieses hin und her… es ist mir inzwischen so zu wieder das es mir egal ist was es ist, solange etwas

– Gewisse Wunden, die einfach nicht mehr heil zu werden scheinen.

– Ein finanzielle Herausforderung, eine Gesundheitsproblem und es ist kurz Mitternacht, eine Krise in der Familie, eine depressive Phase, die trotz Medikamente und Therapie einfach nicht besser wird, ein Unfall und ich weiß nicht mehr wie meine Zukunft ausschauen wird.

Drei Dinge,  die im Wartezimmer Gottes zu tun sind. 1. Auf Gottes Stimme hören. 2. Deine Tränen tiefer anschauen. 3. Aktiv bleiben.

Versuche auf Gottes Stimme HINZUHÖREN. Versuche zu VERSTEHEN was da passiert. 3. Versuche weiterhin das geistige Fitness Center aufzusuchen und geistig aktiv zu bleiben. 

 

I. Wenn du warten musst, nutze die Gelegenheit um seine Stimme wahrzunehmen.

„Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir“ (Joh 10,27).  Stimmt die mich ergreift: da ist ja ein du! Je mehr ich ihm vertraue merke er legt alles was er ist in diesem Wort hinein. Das ist nicht bla bla das ist er selbst

Sich ERINNERN an Momente, wo die Stimme stark zu hören war. „Durch das Wort des Herrn wurden die Himmel geschaffen“. (Ps. 33, 6) „Seine Mutter bewahrte alles, was geschehen war in ihrem Herzen“ (Lk 2, 31) Der stärkste Grund für das Warten und das Ausharren können. Eg. Mutter Teresa und „mich dürstet“ hat sie durch 40 Jahre Wüste geführt. „Liebst du mich“ den Petrus zum Martyrium gebracht. „Folge mir nach“ die Apostel dazu, alles zu verlassen. „Warum verfolgst du mich“ den Paulus alles auf sich zu nehmen. Die Stimme – mein Satz der Woche. The power of a voice. Die Frage „Liebst du mich?“ auf ein Papier, und wenn Jesus zu Petrus letzte woche spricht. „Tear down this wall“ in einer Zeitschrift oder selbst dort am Brandenburger Tor in Berlin. „ER ist der Weg. ER ist die Wahrheit. ER ist das Leben“ liest sich so leicht. Aber ganz anders ist es, wenn du dabei warst, als der hl. Papst Johannes Paul II. diese Worte den Chilenen in einem Fußballstadion zugerufen hat. Mir kommen heute noch die Tränen. Und ich war nicht einmal selbst im Stadion. Und doch. Worte, die ins Herz dringen, die da etwas freilegen, die ganz tief dort widerhallen. Mehr noch. Wie muss es gewesen sein, als Jesus selbst diese Worte sprach? Alle vier Evangelien bezeugen die außergewöhnliche Tiefe und Kraft, die in den Worten Jesu lag. „Alle Leute waren von seiner Lehre sehr beeindruckt“ (Mk 11,18), „Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit (göttlicher) Vollmacht.“ (Lk. 4,32) „Als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.“ (Mt 7,29) Sogar die Tempelgarde, die den Auftrag hatte, Jesus festzunehmen, kam ohne Jesus zu den Hohenpriestern zurück mit der Begründung: „Noch nie hat ein Mensch so gesprochen.“ (Joh 7,46)

Warum Wichtig?

Weil es andere Stimmen im Warteraum gibt, die dich ablenken. Im Warteraum gibt es viele Stimmen. Zeitungen, Podcasts, Tagträumen. Wenn die Schafe auf der Weide sind und alles ist in Butter, da müssen sie auch nicht auf den Hirten hören. Sie müssen dann wirklich aufpassen, wenn es darum geht, wenn er zum Aufbruch ruft, auf neue Weiden hin zu steuern. „Wir reden von den Jugendlichen, die unter all den Stimmen, die sie umgeben, verwirren und verzaubern, eine Stimme erkannt haben, eine Stimme mit einem einzigartigen, geheimnisvollen, aber unverwechselbaren Ton, ernst aber sanft, mild aber kräftig, eine leise und vertrauliche Stimme, die im Inneren ertönt, als würde sie dort, im geheimen Ort des Gewissens, peinigen und draußen beruhigen, im Vertrauen eines ruhigen und Autorität besitzenden Rates, ein Ruf, der, indem er diese innere Stimme deutet, besagt, dass sie von Gott stammt und dass sie sich an die Jugend richtet, die sich nicht vor den großen Dingen fürchtet, die eher das fürchtet, was böse und mittelmäßig ist. Es ist eine Stimme, die zu ein und derselben Zeit ein Aufruf und ein Befehl ist, eine Stimme so einfach wie ein Seufzer und so tief wie ein Drama, die Stimme Christi, die heute wieder, und heute mehr denn je, besagt: ´Komm, folge mir nach!´ Paul VI.

  • LESEN der Texte, gerade auch im Rahmen der Messe. „Am folgenden Sabbat versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort des Herrn zu hören“. (Apg 13,44) – die Ausrichtung der Schriftlesung auf einander ist schon eine Auslegung… = Meditieren während der Woche… oder untereinander aber auch…mein Umgang mit dem Wort, die Dinge, die mich berührt haben. JOURNALING. Oder DURCH andere: GEISTLICHE LESUNG.
  • UNTERSCHEIDEN der inneren Stimme. „Sie wurden eifersüchtig, widersprachen den Worten des Paulus und stießen Lästerungen aus.“ (Apg 13, 45). Missmut, Freude: „Sie veranlassten eine Verfolgung und vertrieben sie….die Jünger waren voll Freude und erfüllt vom Heiligen Geist“. (Apg 13,52)

 

II. Wenn du warten musst, schaue deine Tränen tiefer an.

„Gott wird ALLE Tränen von ihren Augen abwischen“ (Offb 7,17)

FINDE die TIEFERE BEDEUTUNG vom Warten.   „Und er sagte mir: Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen im Blut des Lammes“ (Offb. 7,14). Nicht das ich sehe, sondern, dass ich sehe, dass er sieht. Gewissenserforschung. Wie sieht der Herr das?

  1. Erinnere dich: das ist das GESETZ DER HEILIGKEIT. „Sie standen in weißen Gewändern vor dem Thron“ (Offb 7,9). Gott erlaubt Leiden um den APostel zu gebären.
  2. Der Moment, um DEINE SEHNSUCHT für den HIMMEL zu verstärken. „Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr leiden, und weder Sonnenglut noch irgendeine sengende Hitze wird auf ihnen lasten (Offb 7,16)
  3. Gott BEREITET ein WUNDER vor.  – Eg Lazarus von den Toten…“wäre er nicht gestorben“ Eg Bamboo
  4. GESETZ der FRUCHTBARKEIT. Saat wächst in der Wartezeit… kann nicht gleichzeitig sähen und ernten.
  5. GESETZ des RINGENS. „Niemand wird sie der Hand meines Vaters entreißen“ (Joh 10, 30): Aber werden es versuchen. VERTRAUEN. „werden nicht zugrunde gehen“ (Joh 10,28)
  6. FOKUS: „Und sie schüttelten den Staub von ihren Füßen“ (Apg 13,51) (loslassen von Dingen, die mich ablenken)

 

III.  Wenn du warten musst, bleibe geistig aktiv

 „Sie folgen mir“ (Joh 10,27) – ie, nicht Zeit sitzen zu bleiben. Youve grazed the pasture. Aufbruch zu neuem. Siehe ich mache alles neu.

  1. BETE weiterhin. Keep PRAYING
  2. Gebe weiterhin ZEUGNIS und DIENE. „Keep SERVING“ „Wenn es allzu dunkel um dich steht, überlege dir ein Liebeswerk“ th. Liseaux.
  3. Bemühe dich weiterhin um FELLOWSHIP. Keep up SMALL GROUP
  4. Suche weiterhin die SAKRAMENTE zu empfangen. Keep going to the SACRAMENTS.
  5. PFLANZE weiterhin: Großzügigkeit TALENTE/ZEIT/RESSOURCEN
 

Titelbild: © richardlyons  /de.fotolia.com

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